Was ich Arbeit nenne

Meine Buchpremiere

Seit geraumer Zeit bin ich dabei, die Buchpremiere für „Die Optimierer“ am 30. September 2017 vorzubereiten. Da das Ganze ja mehr werden soll, als eine einfache Lesung, spielen plötzlich auch mehr Faktoren als der reine Text eine Rolle.

Mit zwei befreundeten Schauspielern werden wir das Ganze als szenische Lesung – oder Leseinszenierung (kennt jemand den Unterschied?) auf die Bühne bringen. Dazu gehören natürlich auch Bühne und Licht und ein paar Soundeffekte. Und an denen arbeite ich gerade.

Da ich überhaupt keine Ahnung von Soundbearbeitung habe, dauert es entsprechend lang – was auch die aktuelle Uhrzeit erklärt. Aber es macht einfach wahnsinnig viel Spaß. Ich kann nur wieder auf meinen Blogeintrag Wie gut, dass ich ein Künstler bin verweisen. Denn nur unter diesem Aspekt ergibt mein Tun hier überhaupt Sinn. Niemals würde sich die ganze Arbeit, die ich in dieses Projekt stecke „rechnen“.

Apropos Rechnen: Es ist auch nicht gerade empfehlenswert, neue Blogposts in der Nacht zu verfassen und dies dann auf Twitter kundzutun. Nachts schlafen nämlich die Meisten und lesen dankenswerterweise kein Twitter. Und wenn sie morgens wieder aufstehen, haben sie anderes zu tun als nachzugucken, was ich Stunden zuvor gepostet habe.

Aber was soll ich tun? In der Nacht kann ich am besten arbeiten. Ach ja noch eine Sache zum Thema Arbeit. Wenn ich erzähle, was ich zur Zeit mache, bekomme ich entweder anerkennde Blicke oder Unverständnis als Reaktion. Der für mich irritierenste Kommentar bisher war: „Ach das nennst Du also Arbeit!?“

Ja.

 

Was ich auch noch Arbeit nenne

Buchblogger kontaktieren und sie fragen, ob Sie eine Rezension über meinen Roman schreiben wollen. Natürlich könnte ich auch einfach die gleiche E-Mail an die 100 bekanntesten Blogger schreiben und abwarten. Aber das gefällt mir nicht. Lieber schaue ich auf den Seiten vorbei, gucke mir die Aufmachung an, überfliege ein paar Texte und schreibe dann eine persönliche E-Mail. Immerhin soll der Blogger am Ende ja auch mein ganzes Buch lesen. Aber der Erfolg dieser Methode ist – bisher – nicht besonders groß.

Arbeit ist auch, mir darüber Gedanken zu machen, wie die Flyer und die Plakate für meine Lesung und für die Buchwerbung aussehen könnten. Dankenswerterweise übernimmt der Verlag jetzt die Flyer, aber um die Plakate muss ich mich selbst kümmern.

Arbeit ist auch, meine Profile auf Goodreads, Tumbl, Lovelybooks zu pflegen, Fragen zu beantworten, Rezensionen zu schreiben.

Arbeit wäre auch zu lesen – viel zu lesen, denn wie will man schreiben, wenn man nicht liest? Gute Frage, keine Ahnung. Tatsächlich habe ich seit Ewigkeiten nichts gelesen und zum Schreiben komme ich auch kaum.

Denn es ist Ferienzeit. Ferien haben aber nur die Kinder, nicht die Erwachsenen. Also habe ich seit Neuestem noch viel, viel mehr Arbeit abseits des Computers.

Dabei sind es nur noch 40 Tage bis zur Veröffentlichung. Da steht noch viel an!

 

Was ich bis zur Buchpremiere noch schaffen muss

  • Das Script für die Buchpremiere fertig machen
  • Die Buchpremiere proben
  • Plakate entwerfen und kleben
  • Flyer bekommen und mir überlegen, wo ich sie verteilen will
  • Möglichst viele Buchblogger dazu bringen, über meinen Roman zu schreiben
  • Die Rezensionsexemplare für meine Leserunde auf Goodreads besorgen
  • Bücher vorbestellen
  • Buchläden in der Umgebung besuchen und sie dazu bringen, mein Buch aus lokalpatriotischen Gründen prominent zu platzieren
  • Gott und die Welt und natürlich die Presse zu meiner Buchpremiere einladen
  • … sicher habe ich das Wichtigste vergessen!

 

… ist doch alles ein Kinderspiel! Wenn nur die Nächte nicht so kurz wären….

 

 

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