Seraph 2018 – der Bericht

Am Donnerstag, 15. März 2018 erhielt ich auf der Leipziger Buchmesse für meinen Roman „Die Optimierer“  den Seraph 2018 für das beste Debüt.

Der Preis, der von der Phantastischen Akademie verliehen wird, fand auf der Fantasy Leseinsel statt. Neben mir wurden noch Michael Marrak für seinen Roman „Der Kanon mechanischer Seelen“ als bestes Buch und Janna Ruth für ihren Roman „Im Bann der zertanzten Schuhe“ als bester Independent Titel ausgezeichnet.

Vor, während und nach der Preisverleihung war ich ein furchtbares Nervenbündel. Ich habe kaum zu hoffen gewagt, dass ich den Preis mit nach Hause nehmen würde, aus Angst, am Ende enttäuscht zu werden. Doch als die Vorjahressiegerin Julia Lange die Laudatio für das beste Debüt hielt, schwante mir schon, dass ich eventuell gewonnen haben könnte. Als dann mein Name verkündet wurde, konnte ich es gar nicht glauben. Meine Güte, der Preis war wirklich für mich bestimmt!

Gleich im Anschluss an die Preisverleihung verließen wir die Messe in Richtung Preisträgerlesung. Diese sollte im Werk 2 stattfinden, einer ehemaligen Industriehalle, die zu einem Veranstaltungsort für Kunst und Kultur umgewandelt worden war. Am Eingang erwartete uns eine lange Schlange, die fast bis auf die Straße führte. Und all diese Leute waren gekommen, um mich lesen zu sehen? Unfassbar!

Gemeinsam mit meiner Begleiterin vom Bastei Lübbe Verlag und dem Autor Akram El-Bahay – der bereits 2015 mit seinem Roman „Flammenwüste“ den Seraph für das beste Debüt gewann – marschierten wir an der Schlange vorbei und schlüpften durch den Eingang hindurch… wenigstens war das der Plan. An der Tür hielt uns ein grimmiger Security-Mann auf. Ich streckte ihm begeistert meine Seraph-Statue entgegen, um so zu verdeutlichen, dass mein Anliegen, vor den Zuschauern den Raum zu betreten, durchaus legitim war. Doch der Security knurrte nur: „Was ist das denn?“ Oh Mann!

Also erklärte meine Begleiterin vom Verlag schnell die Situation und wir wurden eingelassen. Der Anblick der Halle war atemberaubend. Der Saal war voll bestuhlt, die Wände wurden mit roten und blauen Scheinwerfern in zauberhaftes Licht getaucht, wärhend die Säulen gold glänzten. Ich hätte diese Bühne für keinen anderen Raum, keinen anderen Saal, für nichts in der Welt getauscht!

Wir sicherten uns gleich Plätze in der ersten Reihe und ich durfte mir noch den Backstage-Bereich angucken, der zwar sehr exklusiv, aber doch ein bisschen einsam war, so dass ich doch bald wieder nach vorne in den Zuschauerbereich kam.

Pünktlich um 19.30 Uhr begann Der Große Fantasy-Leseabend mit Lesungen der Sieger des Literaturpreises SERAPH 2018. Mit von der Partie waren außer uns drei Preisträgern noch:

Kai Meyer, C.E. Bernard, Bernhard Hennen, Markus Heitz und Christian von Aster.

Als ich auf die Bühne kam, machte ich als erstes ein Foto des Zuschauerraums, natürlich aus Datenschutzgründen mit abgewandten Gesichtern. Dann ging es los mit der Lesung. Ich hatte für alle Fälle eine 10-minütige Passage vorbereitet, die sehr dialoglastig war, doch den Zuschauern schien es gefallen zu haben.

Nach der Lesung war es schon so spät, dass alle Restaurants und Imbissbuden geschlossen waren – fast wie zu Hause! Lediglich ein kleiner Dönerladen, nicht unweit der Halle 2 hatte  noch geöffnet. Der Mann, der uns bediente, zeigte gleich großes Interesse an meinem Preis und fragte darauf zeigend: „Ist das Batman, oder was?“ Oh Mann!²

Aber der Döner war lecker!

Den nächsten Tag verbrachte ich mit Messegesprächen und dem Kennenlernen von Autoren aus dem PAN Netzwerk.

Am Samstag gab es dann noch einmal eine kleine Vorstellungsrunde und Lesung von Janna Ruth und mir auf der Fantasy Leseinsel. Und dann war alles auch schon wieder vorbei…. ein weiterer Messetag nahm seinen Lauf und obwohl die Feierlichkeiten und „Pflichtveranstaltungen“ vorbei waren, war und bin ich doch immer noch Preisträgerin. Was für ein wundervoller Gedanke!

 

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