Lesung am Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck

Wenn man sich selbst noch als jung empfindet, wird das spätestens dann infrage gestellt, wenn ein bestimmtes Ereignis, an das man sich noch ziemlich gut erinnert 10, 15 oder 20 Jahre zurückliegt.

Seit meinem Abitur sind auf den Tag genau 15 Jahre und ein Monat vergangen. Meine damalige Fächerkombination war Deutsch/Englisch Leistungskurs, Mathe schriftlich und Ethik mündlich. Und ich meinte, eigentlich ganz gut gewesen zu sein… und während ich das hier schreibe, denke ich mir: Ich könnte doch eigentlich mal mein Zeugnis raussuchen!

Ergebnis der Suche: Keine Ahnung wo das Original ist, aber den Scan findet ich in 30 Sekunden.

Und was muss ich sehen? Die Prüfung selbst war eher mau, aber das gute Endergebnis lässt sich mit konsequenter Optimierung erklären:

In die Gesamtpunktzahl gingen nämlich auch 3×15 Punkte aus „Dramatisches Gestalten“ und 1×15 Punkte aus dem Orchester ein. Jawohl! So viel Gutes bringt die Kunst!

In erstaunlicher Weise lässt sich aber aus dem Abi-Zeugnis auch meine Interessensmatrix ablesen: Als allererstes Deutsch, na klar, ich wollte ja schon immer Schriftstellerin werden (auch wenn es dann im Abi für die 15 Punkte nicht gereicht hat). Englisch wurde erst später als Studiums- und Business-Sprache richtig wichtig. Mathematik hat mich durch mein VWL Studium getragen und Ethik war natürlich für Philosophie und Politikwissenschaft eine gute Basis.

Kurz und gut: Wer 2003 mein Abiturzeugnis genau unter die Lupe genommen hat, hätte ahnen können, dass ich gute 15 Jahre später an genau der Schule meinen ersten Roman vorlesen würde!

Der Hochsommer hat uns voll erwischt, doch es war trotz der Hitze ein toller Besuch und ich habe mich sehr wohl gefühlt – wie damals auch schon.

Herzlichen Dank!

 

Ach ja, hier noch die Ergebnisse der Umfrage (bei 110 Schüler*innen der 10. Jahrgangsstufe [diesmal mitgeschrieben]):

Wer von euch benutzt Facebook? –> 1,8%
Wer benutzt Twitter? –> 2%
Wer benutzt WhatsApp? –> 100% (wirklich ALLE – Gegenprobe ergab 0!)
Wer benutzt SnapChat –> 86%

Wer von Euch würde, wenn er/sie ein ausreichend hohes Bedingungsloses Grundeinkommen erhalten würde, nicht mehr arbeiten, sondern nur noch auf der Couch abhängen? –> 1,8%

 

 

EDIT: So sehe ich aus, wenn ich ein Foto von den Schülern mache 🙂

Und wenn ich (m)ein Buch signieren darf:

 

Edit 2: Nach dem Gedankenanstoß von G. Bär habe ich mich dazu entschlossen, den Scan wieder herauszunehmen.

3 Gedanken zu „Lesung am Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck

  1. Testfrage: Wie viel ehemalige Schüler des Viscardi waren heute in der Mensa?
    Datenschutz: Ich würde nicht einen Ausschnitt aus meinem Abizeugnis auf meinen Blog stellen – aufgrund des Gesprächs nach der Lesung heute erstaunt mich das ….
    Jung fühlen und alt werden: Wenn man sich an Ereignisse erinnert, die nicht mehr 15 Jahre, sondern doppelt so lang oder fast doppelt so lang her sind, dann fühlt man sich nur vielleicht noch jung oder ist vielleicht sogar schon alt???
    Zweiter Band: Auf den warte ich gespannt…

    1. Ja, irgendwie haben Sie Recht… ich habe den Scan jetzt entfernt. Der Inhalt des Beitrags erschließt sich auch so. Danke fürs Mitdenken, wenn es bei mir mal hakt 🙂

  2. Danke für die Nutzerbefragung. Aber warum nutzen viele SnapChat (86%) und alle WhatsApp?

    Nicht nur die Schüler sollten sich abwenden von us-dominierte proprietäre Messenger mit zentralisierte Servern.

    Nutzt bitte freie, offene Protokolle wie z.B. XMPP mit geprüften Verschlüsselungen wie OMEMO z.B. mit conversations zu dezentrale Servern (Federation) die selbsthostbar auf zahlreiche smarte Raspis laufen können.

    Wer kennt noch nicht F-Droid.org, den alternativen AppStore für wirklich freie Android-Apps?
    Zeigt mehr DigitalCourage.de

    Befreit Eure Smartphones
    von Google, Facebook und WhatsApp

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