Lesung im Drachenwinkel in Dillingen

Am Samstag, 06.10.2018 habe ich in der Buchhandlung Drachenwinkel in Dillingen an der Saar eine Doppellesung mit Ju Honisch gehalten. Das war außerordentlich praktisch, denn obwohl ich normalerweise IMMER pünktlich bin und für alle Eventualitäten genügend Zeitpuffer einplane, war ich dieses Mal zu spät – der Bahn sei Dank!

So konnte also Ju schon mal loslegen und das Publikum unterhalten, während ich zum Laden gehastet kam. Und was das für eine Unterhaltung war! Ju las aus ihrem neuen Buch „Machtschattenspiele“ vor – eine Sammlung von Kurzgeschichten, die einen so in den Bann ziehen, dass man am Ende bestürzt und verwundert zurückbleibt, weil man denkt: Die Geschichte kann doch nicht schon vorbei sein!

Und dann war ich auch schon plötzlich dran mit meiner Lesung, die auch ganz gut geklappt hat. Im Anschluss, als eigentlich alle schon hungrig auf ihre bestellten Pizzen, Nudeln und Salate gewartet haben, gab es auch noch eine kleine Diskussion über Überwachung, meine zugeklebte Kamera und die baldige Fortsetzung von „Die Optimierer“.

Der Laden Drachenwinkel ist ein Traum für jeden Bücherfan. Er ist mit allerlei Schnickschnack und vor allem voller Lieber fürs Detail ausgestattet. Eine Bar lädt zum Trinken ein, gemütliche Sofas und Sessel zum Verweilen. Und weil es für jeden Autor eine Ehre ist, hier zu lesen und sie alle in Scharen kommen, gibt es auch einen beachtlichen Bestand an signierten Romanen, die sich mit ihren Namensschildchen zwischen den „normalen“ Büchern wie blitzende Geschenke ausmachen. Leider war es dann nach zwei Bier und -gefühlt – fünf Minuten Ratschen auch schon kurz vor Zwölf und wir mussten den Laden verlassen, um in unserem Kürbis noch rechtzeitig ins Hotel zu gelangen. Wäre ich noch länger geblieben, hätte ich stapelweise Bücher, Taschen, Figuren und natürlich Met aus dem Laden geschleppt. Aber keine Sorge: Der Drachenwinkel verschickt seine Ware auch!

Im Hotel, das einer sehr eigenartigen Mischung aus Industriegebäude, Bürokomplex und Gruselschloss glich, konnte Ju mich dann noch mit allerlei Wissen über Fanveranstaltungen und Cons im Phantastik-Bereich aufschlauen. Meine Güte, ich werde immer wieder vom Ausmaß meiner Unwissenheit überrascht… man muss einfach in diese Welt hineinwachsen. 

Glücklicherweise gibt es so nette Kolleginnen wie Ju, die mir da auf die Sprünge helfen.

Alles Allem war es also eine sehr schöne Reise mit tollen Gesprächen, einer super Lesung und vielen neuen Eindrücken. Ach ja und geschrieben habe ich natürlich auch: Nirgendwo arbeite ich so gut wie im Zug. Vielleicht sollte ich mir eine Bahncard 100 kaufen und mein Büro auf die Gleise verlegen…

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